Arts and Culture

Henri Fantin-Latour & Edouard Manet und die Schriftsteller: Zola, Verlaine, Rimbaud, Mallarmé etc.

Zwei Phänomene stehen wahrscheinlich in der engen Verbindung zwischen Schriftstellern und Malern der neuen Kunst: zum Einen war es seit den Salons und Diderot allgemein bekannt, dass sich Schriftsteller mit Malerei beschäftigten. Diese Tradition wurde im 19. Jahrhundert fortgesetzt:

im Jahre 1845: Baudelaire veröffentlichte seinen ersten Bericht über den Salon, und das war erst der Anfang.

im Jahre 1866: Zola sammelte die Kritiken, die er in L'Événement unter dem Titel Mon Salon veröffentlicht hatte, den er Paul Cézanne widmete.

Die Presse spielte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung kontroverser Maler: es wurden neue Kunstzeitschriften geschaffen, einige davon, wie L'Artiste, zogen renommierte Schriftsteller an, namentlich Champfleury, Baudelaire, Mallarmé, Gautier ...

Eine andere neuere Idee wurde von bestimmten Autoren wie Baudelaire, Nerval, Rimbaud und Mallarmé unterstützt. Dies war die Theorie des Gleichgewichts, nach der mehrere, mysteriöse Analogien in verschiedenen Bereichen in den Tiefen des Universums verborgen sind:

"Die Natur ist ein Tempel, in dem lebende Säulen/ manchmal verwirrte Worte entkommen lassen.../ Wie lange Echos, die aus der Ferne verschmelzen/ in tiefe, dunkle Einheit, / So weit wie die Nacht und das Licht, / Die Düfte, die Farben und die Töne, die sich gegenseitig antworten ... "

Für diese Dichter waren Maler und Schriftsteller in der Lage die geheimnisvolle Einheit der Welt zu erreichen, die spirituelle Realität der Schönheit.

Manet malte ein Porträt von Zola, der 1866 zu seiner Verteidigung gesprochen hatte.

Er malte auch das Bild des Dichters Mallarmé in einer ungezwungenen Pose, der hielt eine Zigarre in der Hand und blätterte durch ein Buch:

der Schriftsteller besuchte den Maler jeweils am späten Nachmittag fast jeden Tag, für zehn Jahre.

Zuletzt porträtierte Fantin-Latour Verlaine und Rimbaud an der Seite einiger junger Dichter in "The Corner of a Table":

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Thoughts about the turn of the year (german)

Schneeeule picture
Schneeeule mit Schriftsteller Digital painted by Herbie in Dec. 2017

 

Weggeflogen sind sie nicht

Sie fragen mich nach dem wichtigsten kulturellen und gesellschaftlichen Ereignis des Jahres? Warum sollten diese beiden Ereignisse getrennt sein? Sind nicht Kultur und Gesellschaft untrennbar, ja unzertrennlich, wie Kunst und Gesellschaft auf ewig getrennt sind?
Für mich war das wichtigste kulturelle und zugleich wichtigste gesellschaftliche
Ereignis des Jahres der Besuch, den ich alljährlich meiner Freundin, der Schnee-Eule, im hiesigen Zoo abstatte.
Was mich zu ihr treibt, sozusagen an ihren Hof-denn sie empfängt nicht immer und noch lange nicht jedermann- was mich zu ihr treibt: Sie ist so schön, so rein, so wild und klug. Auch kühn ist sie, wenn sie auch im Augenblick von ihrer Kühnheit nicht viel Gebrauch machen kann: Was man als ihr Existenzminimum errechnet hat, bekommt sie ans Gitter gebracht.
Nun, worüber unterhalten sich Schriftsteller mit Schnee-Eulen? Natürlich über das nie zu erschöpfende Thema Form und Inhalt. In diesem Jahr war unser Gesprächsthema Form und Inhalt der Freiheit.
lch fragte die Schnee-Eule, ob man auch ihr, wie vielen Pelikanen und Kondoren, ein Freigehege angeboten habe. Sie sagte ja: das habe man, aber sie habe abgelehnt, sie zöge den Käfig vor.
lch schwieg betroffen, kam mir wie so oft schon, wenn ich mit dieser reinen, schönen, klugen, wilden Freundin mich unterhalte - ich kam mir sehr dumm vor.
Hast du denn nicht gesehen, fragte sie mich, was mit den Pelikanen und Kondoren los ist ? Doch, sagte ich, ich sah, wie sie ihre herrlichen Flügel spreizten und schwangen, ihre majestätische Pracht ausbreiteten.
Und hast du, fragte meine Freundin, die Schnee-Eule, hast du denn gesehen, daß sie davongeflogen sind? Nein, sagte ich, weggeflogen sind sie nicht.
Und warum nicht, mein törichter Freund ?, sagte die Schnee-Eule, weil sie ihre Flügel schwingen und drehen, ihre ganze Pracht ausbreiten, aber nicht wegfliegen können: man hat ihnen die Schwungfedern gestutzt.
Deshalb ziehe ich es vor, im Käfig zu bleiben.
Freigehege bedeutet: keine Gitter, aber gestutzte Flügel, Käfig bedeutet: Gitter,aber ungestutzte Flügel.
Wegfliegen können sie sowenig wie ich.

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Virtual Art: Guzzi 4 u

Guzzi4u; Digital Paint created by Herbie in November 2017
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Virtual Art: Final Destination

I was inspired by a photo of Frankfurt/ Main station hall and so decided to try to transfer it into a digital paint by using different colors and textures.

Final Destination; Digital Paint created by Herbie in November 2017
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Virtual Art: The Better Half

Nice view from the backside left on a Moto-Guzzi Le Mans 1000 - the better half:

The Better Half; Digital Paint created by Herbie in November 2017
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Virtual Art: Restaurant Caupona in Strasbourg

After having dinner at Restaurant Caupona in Strasbourg i took a picture of the beautiful scenery outside the restaurant.

Restaurant Caupona in Strasbourg
Restaurant Caupona in Strasbourg

Digital Paint by Herbie created in November 2017

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